Was das Gesetz nicht verbietet, verbietet der Anstand.
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Network Marketing und der Islam


Wichtige islamische Handelsregeln

Network Marketing ist nicht nur für die Allgemeinheit noch intransparent, sondern insbesondere in Hinsicht auf die Vereinbarkeit mit bestimmten Religionen. Warum gerade der Islam und warum die Notwendigkeit für die Aufklärung? Im Network Marketing gelangt man schnell an Menschen aller Hautfarben, Migrationshintergründen und Religionen. Unter den vielen Religionen sticht der Islam in jener Hinsicht hervor, dass die islamischen Handelsschulen bestimmte Network Marketing Firmen verbieten und andere aufgrund ihrer Produkte und ihrer Vergütungsform erlauben. Wenn Sie Muslim sind, so wird Ihnen der folgende Beitrag helfen Network Marketing Unternehmen auf die Vereinbarkeit mit Ihrer Religion zu untersuchen. Sind Sie hingegen im Network Marketing tätig und sind bisher nicht aufgeklärt genug, um Ihren Interessenten sachlich die Vereinbarkeit aufzuweisen, so können Sie hier die Grundlagen lernen. Dadurch können Sie gegebenenfalls die Religion Ihres Gegenübers als Hindernis für eine Zusammenarbeit vermeiden.

Wir haben hier nach sachlichen Grundlagen und mit hochrangigen Vertretern der Glaubensrichtung ein Werk für die Branche geschaffen, um Klarheit auch in diesem Gebiet zu schaffen. Der folgende Text ist im Speziellen an Muslime gerichtet, die sich für den Handel und die Idee des Network Marketings interessieren, die islamischen Handelsgesetze jedoch zu wahren wünschen. Im folgenden werden Ihnen einige wichtige Grundregeln nach der schafa^itischen Rechtsschule dargelegt. Der Leserlichkeit wegen wird im Text nicht immer wieder darauf hingewiesen, dass es sich nicht um allgemeingültige Gesetze, sondern Gesetzmäßigkeiten des Islams im Sinne des übergeordneten Themas handelt.

Wer darüber nachdenkt im Network Marketing tätig zu werden, sollte zuvor das ausgewählte Unternehmen und die damit verbundene Tätigkeiten entsprechend überprüfen. Zeigen sich deutliche Abweichungen vom der islamischen Handelsethik ist von diesem Unternehmen für Network Marketing Interessenten abzuraten. Hier sollte keine Zeit mit Gaunerei und Betrug verschwendet werden. Es sei auf eine Grundregel verwiesen: Der Muslim ist dazu verpflichtet sich bevor er sich in eine Angelegenheit begibt, zu lernen was ihm von Gott in dieser bestimmten Angelegenheit auferlegt oder verboten ist. Auf diesem Weg schützt er sich selbst und andere davor etwas zu tun, was im Widerspruch zum islamischen Gesetz steht. Das Tor des Wissens ist stets vor dem Tor der Taten zu durchschreiten.

Der Zins im Islam

Der Zins hat innerhalb des islamischen Rechtes eine sehr genaue Definition, ist jedoch nicht auf den Mehrverleih zu begrenzen. Einige Arten des Zinses beziehen sich lediglich auf den Handel von Gold und Silber als Erz, Schmuck oder geprägter Münze gegeneinander. Da heutzutage Papierwährungen weltweit ohne Golddeckung verwendet werden und dementsprechend kein direkter Zusammenhang mit Gold besteht, möge der Interessierte diese Arten des Zinses von vertrauenswürdigen Gelehrten bei Interesse oder Notwendigkeit lernen. So heißt es in einem Hadith sinngemäß: „Jeder Kredit der einen Nutzen bedingt ist Zins.“ Dieses bedeutet, dass jeder Kredit an welchem ein Nutzen geknüpft wird ein Zinskredit ist. Beispiele hierfür:

Zu den Zeichen der Stunde des jüngsten Gerichtes zählt, dass der Staub des Zinses auf allen Sachen liegen wird. Dieses bedeutet, dass Zinsgeschäfte so Grundlegend sein werden, dass jede Handelstransaktion am Ende der Geldkette ein Zinsgeschäft aufweisen wird. Im globalen Geldsystem gibt es keinen Cent oder Pfenning, der nicht zurückgeht auf eine Zentralbank, die diesen Cent oder Pfenning ursprünglich zu einem Zinseszinssatz herausgegeben hat. Dennoch ist es erlaubt mit diesem Geld Handel zu treiben und es für die alltäglichen Geschäfte zu benutzen. Die Einzelperson hat keinen Zinsvertrag mit den Zentralbanken abgeschlossen. Das islamische Recht sieht jedoch vor, dass Papiergeld abgeschafft und stattdessen wieder eine Edelmetallwährung auf Gold- und Silberbasis eingeführt wird.

Der Verkauf im Islam

Der Verkauf ist definiert als Austausch von Vermögen, gebunden an Voraussetzungen und Hauptbestandteilen.

Die Voraussetzungen der Gültigkeit des Verkaufs im Islam:

  1. Die Reinheit der Ware und des Zahlungsmittels. Es ist nicht möglich ein Gegenstand zu kaufen oder zu Verkaufen, der in seiner Substanz als unrein definiert wurde. Zu den unreinen Gegenständen gehört: Alkohol, Blut, Kot, Eiter, Erbrochenes, das Schwein und das Fleisch von Tieren die nicht nach islamischem Recht geschlachtet wurden. Bezüglich der Knochen von verendeten Tieren und deren Haut, welches zu Leder verarbeitet werden kann, gibt es verschiedene Aussagen bei den Gelehrten. Lernen Sie hierzu bei Bedarf in der Moschee.

  2. Dass der Verkauf nicht befristet ist. Man kann einen Gegenstand nicht für lediglich zwei Tage verkaufen. Siehe hierzu die Miete.

  3. Dass der Eintritt des Verkaufs nicht von Ereignissen abhängig gemacht wird. Ein Gegenstand ist verkauft wenn es morgen regnet oder ähnliche Bedingungen sind nicht zulässig.

  4. Dass der Käufer und Verkäufer geistig gesund und volljährig ist. Der Verkauf an Kindern ist nicht zulässig, jedoch gibt es in diesem Punkt Meinungsverschiedenheiten bei den Gelehrten. Der Verkauf an Wahnsinnige ist nicht zulässig.

Bezüglich des Verkaufsgegenstandes wird im Islam vorausgesetzt:

  1. Dass ein islamisch rechtlicher Nutzen vorliegt. Hierzu mehr in Kapitel Verbotene Verkäufe.

  2. Dass die Ware bekannt ist.

  3. Dass der Verkäufer in der Lage ist die Ware auszuhändigen.

  4. Dass die Ware tatsächlich existiert. Ein Haus was noch gebaut werden muss und eine Ernte die noch nicht gewachsen ist können nicht verkauft oder gekauft werden. Für den Handel von speziellen Waren in der Zukunft gibt es ein extra Kapitel, welches hier nicht erklärt wird, da es starke Aufmerksamkeit bedarf. Bei Bedarf lernen Sie in der Moschee den "As-Salam"-Verkauf.

Die Miete und das Angestelltenverhältnis im Islam

Die Miete ist definiert als das zum Eigentum machen eines erlaubten Nutzens (Gegenstand oder auch Arbeit) mit Bezahlung. Der Mietgegenstand muss bestehen bleiben. Kerzen oder Nahrungsmittel können somit keine Mietgegenstände darstellen.

Zu den Voraussetzungen der Miete im Islam gehören:

  1. Den erlaubten Nutzen durch Bezahlung zum Eigentum zu machen, wobei der Mietgegenstand bestehen bleibt.

  2. Dass Mietzins oder die vermietete Arbeit bekannt sind. Die Vermietung wird in Mietdauer oder Arbeitsmenge bestimmt. Beides zugleich, also Mietdauer gleichzeitig mit Arbeitsmenge zu bestimmen, ist ungültig. So ist es gültig für eine Arbeit angestellt zu werden und eine bestimmte Mietzeit mit entsprechender Bezahlung festzulegen. Es wäre jedoch ungültig eine bestimmte Arbeitsmenge gebunden an eine Frist gleichzeitig im Mietvertrag zu bestimmen. Z.B. ein Raum innerhalb von drei Stunden zu streichen oder der gleichen. Entweder wird jemand zum Streichen des Raumes gemietet ohne Zeitfrist oder es wird eine Person zum Streichen für drei Stunden gemietet ohne festzulegen wie viel gestrichen sein muss.

  3. Dass man vom Mietgegenstand einen anerkannten Nutzen tragen kann, wobei der Mietgegenstand existierend bleibt. "Baller"-Videospiele ohne anerkannten Nutzen sowie bestimmte Filme ohne anerkannten Nutzen können somit nicht gemietet werden. Also in der Videothek gegen Geld ausgeliehen werden.

  4. Dass bei der Vermietung eine Zeit oder Arbeitsmenge bestimmt wird.

  5. Das Mieter / Arbeitgeber und Vermieter / Arbeitnehmer geistig gesund und volljährig sind.

Folgende Verkäufe sind im Islam verboten:

  1. Der Verkauf von Gegenständen die man noch nicht erhalten hat, also über welche man noch keine Kontrolle hat. Wie ein Buch welches man noch nicht abgeholt hat oder ein Auto über welches man noch keine Kontrolle bekommen hat.

  2. Der Verkauf von Gegenständen die einem nicht gehören und für die man keine Verkaufsvollmacht erhalten hat.

  3. Der Verkauf von Schulden gegen Schulden. Wie wenn Peter bei Hans 100 Euro Schulden hat und Hans diese Schulden an Fritz gegen 100 Euro in bar verkauft.  Peter müsste nun seine Schulden an Fritz zahlen. Solch ein Verkauf ist nicht gültig.

  4. Etwas zu verkaufen, was man nicht aushändigen kann.

  5. Etwas spezifiziertes zu verkaufen was noch gar nicht existiert. Wie eine spezielle Ernte, die es noch nicht gibt.

  6. Nutzlose Sachen, wie ein verkohltes Brot.

  7. Im Islam ausdrücklich verbotenes, wie Alkohol oder Schweinefleisch.

  8. Unreines, wie Blut.

  9. Berauschende Substanzen, wie Heroin oder Haschisch.

  10. Erlaubtes zu verkaufen an Menschen die damit bösen tun wollen. Z.B. ist es verboten ein Messer an jemanden zu verkaufen, von dem man 100% weiß, dass er damit jemanden verletzen oder ermorden will.

  11. Makelhafte Gegenstände zu verkaufen ohne dem Käufer diesen Makel vorher zu zeigen oder zu erklären.

Spezialfall 1 im Islam: Der Verkauf über das Internet

Es ist nach Aussagen einiger Gelehrter erlaubt einen ausreichend beschriebenen Gegenstand zu verkaufen ohne ihn vorher gesehen zu haben. Der Verkauf über Vorkasse hat einige Besonderheiten, worüber man sich direkt bei der Moschee erkundigen sollte.

Spezialfall 2 im Islam: Versicherungsgeschäfte

Versicherungen werden im islamischen Handel nicht verkauft. Vom deutschen Gesetz  vorgeschriebene Versicherungen sind ein Sonderfall. Es ist erlaubt jemanden günstigere Tarife zu verschaffen, aber in wieweit man hierbei Geld verdienen darf, weiß der Verfasser nicht.

Spezialfall 3 im Islam : Der Betrug

Betrug beim Verkaufen ist grundsätzlich verboten. Wer in Maß oder Gewicht betrügt begeht eine große Abweichung.

Fazit zu Network Marketing und der Islam

Die am Network Marketing Interessierten sollten unbedingt ihre Firma auf diese Punkte hin überprüfen. Versicherungsfirmen sollten ausgeschlossen werden. Ebenfalls Unternehmen, welche verbotenes wie Alkohol vertreiben. Unternehmen die in Betrugsfällen verwickelt sind oder waren sollten ebenfalls tunlichst gemieden werden. Schneeballsysteme, welche ohne Waren oder nutzvollen Leistungen arbeiten sind gänzlich zu meiden. Jeder Muslim und jede Muslima ist verpflichtet sich bevor sie sich in eine Angelegenheit begibt, dass hierfür notwendige Wissen anzueignen.

Gelehrter lehrt einen Studenten