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Network Marketing

Network Marketing Geschichte


Mann studiert ein Buch

Vor der Jahrtausendwende

Network Marketing ist keineswegs eine Erfindung des 21. Jahrhundert. Es ändert, verändert und wandelt sich kontinuierlich. Vor langer, langer Zeit gab es nur den Direktvertrieb, die Urform des Handels, bei dem der Bauer seine Milch direkt an die Dorfbewohner verkaufte oder noch weiter vor dieser Zeit als man Fleisch gegen Keule tauschte. Auch verschiedene Hochkulturen, wie zum Beispiel im alten China ist es belegt worden, dass umherwandernde Gewerbetreiber Handelsbeziehungen unterhielten und ihre Ware dem Käufer an seiner Wohnstätte anbot. Der Grund für die Wanderung der Gewerbetreiber liegt überwiegend in der Überproduktion der Anbieter, zudem eine geringe Bevölkerungsdichte in der sie ansässig waren.

Bis zur industriellen Revolution 1840 ersetzten oder übernahmen umherwandernde Gewerbetreiber die Funktion des Einzelhandel oder ergänzten diese und dienten als Kommunikationsmedium. Aber immer mehr Menschen zogen in die Städte und die Industrialisierung und Arbeitsteilung war unaufhaltbar. Als dann noch eine bessere Infrastruktur und neue Möglichkeiten der Kommunikation sich eröffneten, wurde das Wandergewerbe immer weiter verdrängt, etwa durch Kaufhäuser und dem Einzelhandel. Als auch diese nach und nach mehr in den Hintergrund rückten keimte die Idee auf Kunden persönlich anzusprechen, anzuwerben und zu informieren, um ihnen Produkte zu empfehlen. So geschah es, dass in den 20er Jahren hier in Deutschland ein Unternehmen, welches Staubsauger herstellte, mit dieser Art des Direktvertriebes seine Staubsauger verkaufte, da er neuartig und dementsprechend für die Kunden ein informationsbedürftiges Produkt war. Viele Firmen machten es diesem Unternehmen nach für ebenso neuartige Produkte wie zum Beispiel der Waschmaschine.

Die Geburtsstunde des Network Marketings

Das erste Unternehmen im Direktvertrieb, dass den Durchbruch schaffte und heute noch an der Spitze der MLM Unternehmen steht ist das 1886 gegründete Unternehmen „California Perfume Company“ und wurde 1939 in das heutige „Avon Products“ umbenannt. Der Erfolg kann unter anderem als „gutes Timing“ bezeichnen werden, denn Avon hatte nicht nur das richtige Gespür was Produkt und Philosophie der Zeit von den 50er bis zu den 70er Jahren anging, sondern sie waren auch ihrer Zeit weit voraus hinsichtlich des Eintritts von Frauen in das Wirtschaftsleben.

Nach dem 2. Weltkrieg entstand in den 40er Jahren in den Staaten das erste rein auf Network Marketing basieriende Unternehmen „California Vitamin Company“. 1934 wurde die Firma „California Vitamin Company“ von Carl Rehnborg gegründet und die vertriebenen Produkte, hauptsächlich Nahrungsergänzungsmittel, waren sehr gefragt, sodass sie durch Vertriebspartner die Zahl der Verkäufer zu steigern versuchten, um der starken Nachfrage entgegenkommen zu können.

Zusätzlich zu den hauseigenen Vertreter sollten diese im Kreis ihrer Freunde, Bekannten und Kunden neue Vertriebspartner suchen. Sie erhielten dadurch Provisionen von den Verkäufen der von ihnen angeworbenen Vertreter. So entstand Network Marketing bzw. Multi-Level-Marketing (kurz MLM). Aus „California Vitamin Company“ wurde 1945 unter dem Namen „Nutri Lite“ das erste MLM Unternehmen, das ähnliche Züge wie die des heutigen Vertriebswegs aufwies. Zwei Mitarbeiter von Nutri Lite, Rick de Vos und Jan van Andel gründeten 1959 ihr eigenes Network Marketing Unternehmen „Amway“. Amway gilt als Pionier der Network Marketing Branche und sorgte weltweit für Aufsehen, als in einem Prozess die Frage nach der Legalität von Network Marketing geklärt wurde.

Nach mehrerer Millionen Dollar Investition und mehreren Jahren erkämften sie sich 1979 die Existenzberechtigung für die ganze Branche. Der Beschluss „Amway Entscheidung“ erkannte Network Marketing als ethisch einwandfreie Unternehmensform an und hat sich seit dem auch in andere Länder wie Kanada, Großbritannien, Australien, Deutschland, Frankreich und etliche weitere Ländere etabliert. Amway selbst ist heute einer der erfolgreichsten MLM Unternehmen weltweit. Auch andere bekannte Firmen aus allen möglichen Branchen wie Panasonic, Palmolive oder Master Card haben MLM als Vertriebsweg in Anwendung.

Aspekt Frau im Network Marketing

Als die US-Wirtschaft in den 80er Jahren boomte, war auch die Zeit gekommen, wo Frauen vermehrt ins Wirtschaftsleben eintraten. Diese waren oft die Hauptzielgruppe von Network Marketing Unternehmen. Sie wurden angeworben durch flexible Arbeitszeiten ihre Familie und Kinder nicht vernachlässigen zu müssen, was damals und auch heute noch ein ausschlaggebendes Argument für den Einstieg vieler Frauen war und ist. Es werden familiäre Arbeitsbedingungen versprochen damit die Arbeitsatmosphäre und die biologische Familie nicht miteinander konkurrieren und eine Trennung von privat und geschäftlich wird soweit es geht vermieden.

Für Frauen, die in der damaligen Zeit eine Chance bekamen den Wirtschaftsmarkt durch Network Marketing beitreten zu können, ist es ein wahr gewordener Traum selbständig sein zu können und vor allem steht ihnen nun die Möglichkeit offen auch höhere oder sogar die höchsten Position im Unternehmen zu besetzten. Das ist für Frauen, die oft ausschließlich in untergeordneten Positionen angestellt waren erlebten zum ersten Mal Erfolg.

Trotzdem war es Network Marketing Firmen wichtig, auch männliche, teils Ehepartner der Frauen miteinzubeziehen oder auch einzustellen. Frauen sollten weiterhin das Bild erhalten fügsam und demütig zu sein. Das Einverständnis des Ehemannes wird vor erwünscht bevor die Frau ihrer Karriere startet.

Diese Vorgehensweise wird bei Unternehmen deutlich, die insbesondere Wert drauf legen Paare zu rekrutieren. Die Amway und Shaklee beispielsweise wird es bei der Arbeitsteilung sichtbar.
Geschlechtsspezifische Arbeitsteilung: Der Mann erklärt bzw. präsentiert den marketing-plan und zu dem Aufgabengebiet der Frau gehört unter anderem der Verkauf und die Buchführung.

Fazit: Network Marketing ermöglicht es Arbeit und Familie näher zu bringen und ist daher besonders attraktiv für Frauen in einer Welt, wo doch eigentlich das Gegenteil, also die Trennung dieser beiden Lebensbereiche und die Benachteiligung der Frauen allzu oft passiert. Network Marketing schaffte einen Raum in dem auch Frauen die Möglichkeit bekamen wirtschaftlich Unabhängigkeit zu erlangen und trotzdem die Familie nicht aufgeben müssen.

Network Marketing in Europa

Die Ausbreitung von Network Marketing beschränkte sich auf die Vereinigten Staaten bis Ende der 60er Jahre. 1969 ist Network Marketing auf dem europäischen Markt durch die englische Firma Kleeneze angesiedelt und 1973 wurden die gesetzlichen Standards für MLM Firmen erlassen. Erst in den 80er Jahren war auch in Deutschland erstmals Network Marketing auf dem Markt vertreten und ist bis heute noch rar an Literatur und Daten über diese Branche.

Da Network Marketing sich als äußerst erfolgreich erwies begannen auch andere Unternehmen nach dem selben Prinzip zu arbeiten. Auch schwarze Schafe wurden durch den Erfolg angelockt, sogenannte Schneeballsysteme bzw. Pyramidensysteme. Sie warben ebenfalls um Mitglieder und sammelten von diesen Geld, um es an die obere Ebene auszuzahlen. Letztendlich litt die gesamte Network Marketing Branche in den 70er Jahren unter diesen schwarzen Schafen und auch heute noch wird die Network Marketing Branche durch Schneeballsysteme in Mitleidenschaft gezogen.

Network Marketing geht online

Ende der 90er Jahre verschob sich der Tätigkeitsbereich der VertreterInnen durch die Einführung von Online-Shops ins Internet, dadurch wurden elektronische Bestellvorgänge fortan ermöglicht. Die Aufnahme und Weiterleitung von Bestellungen verlor durch den Online-Gang und den dadurch existierenden Internetseiten zunehmend an Bedeutung. Das bisherige Aufgabengebiet wurde durch die Internetseiten abgedeckt und Endverbraucher hatten die Möglichkeit selbst online einzukaufen. So wie heute bei den Network Marketing Firmen Quixtar (zugehörig zu Amway) und Avon, ist die persönliche Kontaktaufnahme durch VertreterInnen nicht mehr zwingend notwendig, der Endverbraucher kann selbst online eine Bestellung aufgeben. In dieser Form treten VertreterInnen nur noch als Ansprechpartner, persönliche BeraterInnen oder gar nicht in Erscheinung.

Die VertreterInnen arbeiten entweder mit ihrer eigenen Website oder vermitteln bei einer Bestellung ihre Daten, um den Umsatz ihrem eigenem Konto zuzuschreiben. Die Tätigkeiten der VertreterInnen hat sich zwar in den letzten Jahren oft verändert, doch die Aufgabe eine Beziehung aufzubauen und zu pflegen, blieb immer dieselbe. Denn eine Internetseite allein ersetzt keinesfalls ein gutes persönliches Beratungsgespräch.

Omnia - Das Network Marketing Unternehmen von Genesis Mining