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Return on Investment (ROI)


Der Return on Investment, in Fachkreisen als ROI bekannt, bezeichnet den Prozentsatz, in welchem Verhältnis Investition und Gewinn zueinander stehen. Er drückt also den prozentualen Anteil aus, den der Gewinn an einer Investition hat und zeigt so, welcher Wert aus einer Investition zurückfließt.

Der ROI ist eine der am häufigsten verwendeten Kennzahlen zur Bewertung von Investitionen. Der ROI ist auch unter anderen Namen wie z.B. Return on Invested Capital, Return on Total Assets, Return on Net Worth, Return on Capital Employed oder Return on Equity bekannt. Der ROI kann sehr hilfreich für die Betrachtung einer einzelnen Investition sein, allerdings auch für die Prüfung der Rentabilität eines ganzen Unternehmens. Dabei spricht man auch von dem „Du-Pont-Kennzahlensystem“. Ein Vergleich von Investitionen wird möglich, indem der ROI zweier Investitionen in demselben Zeitraum betrachtet wird. Ist der ROI einer Investition höher als bei der anderen, so ist diese rentabler.

Der ROI sagt allerdings nichts über die Höhe des Gewinns oder des einzugehenden Risikos der Investion aus. Der ROI ist eine gute Kennzahl zur Betrachtung der Gegenüberstellung zwischen Kosten und Gewinn. Allerdings ist nicht immer Verlass auf den ROI, da indirekte oder allgemeine Kosten, wie z.B. Verwaltungskosten eine große Rolle bei einer Investition spielen können und diese den ROI als Kennzahl für Rentabilität unsicher machen.

Der ROI lässt sich immer dann gut ermitteln, wenn sich Kosten und Nutzen einander schlüssig zuordnen lassen und eindeutig aus einer bestimmten Handlung resultieren.

Beispiel:

Ein Unternehmen legt sich eine neue Maschine zu, um nun mehr produzieren zu können. Durch die steigende Produktion sind die Kosten somit schnell gedeckt und die Investition lohnt sich.

Bei komplexen Geschäftsentscheidungen ist es nicht immer ganz einfach, eine Kausalität zwischen den Kosten und dem daraus resultierenden Nutzen herzustellen. Das macht den Return on Investment als Entscheidungshilfe nur bedingt aussagekräftig, zumal der Return on Investment weder auf den betrachteten Zeitraum, noch auf die Größenordnung des Rückflusses oder auf die damit verbundenen Risiken schließen lässt. Wenn also mehrere Investitionen mit verschiedenen Betrachtungszeiträumen und Risiken miteinander verglichen werden sollen, sollten zusätzlich zum ROI auch andere Kennzahlen zur Betrachtung hizugezogen werden.

Berechnung des ROI:

Der ROI wird berechnet, indem der Gewinn durch die Kosten geteilt wird. Sofern der ROI im Voraus berechnet werden soll, müssen die bevorstehenden Kosten und der Gewinn geschätzt werden. Die Formel zur einfachen ROI-Berechnung lautet:

Kapitalrendite = ROI = Gewinn / Kosten

Ist der ROI größer als 0%, dann ist der Gewinn einer Investition höher als die dafür anfallenden Kosten und die Investition rentiert sich.

Beispiel:

Ein Unternehmen plant zur Bekanntmachung eines neuen Produkts eine Marketingkampagne mit Kosten in Höhe von 200.000 € durchzuführen. Der sich daraus entstehende Gewinn beträgt 400.000 €. Somit ergibt sich für das Projekt:

Kapitalrendite = ROI = 400.000 € / 200.000 € = 200 %
Der Return on Investment ist 200%, sprich die Rendite dieses Projektes beträgt 200%.

Der betrachtete Zeitraum kann bei der Berechnung frei gewählt werden. Allerdings muss dabei beachtet werden, dass ein sehr kurzer Betrachtungszeitraum möglicherweise einen negativen ROI ergibt, obwohl derselbe über einen längeren Zeitraum positiv wäre. Darüber hinaus kann der Return on Investment nur im Nachhinein fehlerfrei berechnet werden, da erst nach Abschluss eines Projektes der erzielte Gewinn festgestellt werden kann. Vor Beginn eines Projekts muss der erwartete Gewinn also immer geschätzt werden. Die anfallenden Kosten müssen bei einem Projekt eindeutig zugeordnet werden. Dies ist in der Praxis allerdings etwas schwierig.

In den vergangenen Jahrzehnten hat der Return on Investment sich vor allem bei Entscheidungen für Marketing-, Rekrutierungs- und Trainingsmaßnahmen und eher traditionellen Investitionsentscheidungen wie zum Beispiel Verwendung von Risikokapital bewährt.

Fazit:

Das Du-Pont-Kennzahlen-System wird oftmals in abgewandelter Form genutzt. Der ROI ist aus Investitionsentscheidungen nicht mehr wegzudenken. Der ROI als Kennzahl ist sehr nützlich für die Entscheidung von Unternehmen und bewertet in welche Projekte investiert werden soll und in welche nicht.


Lexikon:  A  B  C  D  E  F  G  H   I  J  K  L  M  N  M  N  O  P  Q  R  S  T  U  V  W  X  Y  Z
Geschäftsmann mit Glühbirne